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Gerster Etelka
soprano

Die von ungarischen Eltern abstammende Sängerin studierte auf Empfehlung des Komponisten Hellmesberger am Konservatorium der Stadt Wien bei der berühmten Mathilde Marchesi de Castrone. Der Komponist Verdi hörte sie 1875 im Hause ihrer Lehrerin beim Vortrag einer Arie aus seiner Oper 'La Traviata' und empfahl sie an das Teatro Fenice Venedig. Dort begann sie 1876 ihre große Karriere, indem sie als Debütrolle die Gilda im 'Rigoletto' vortrug. 1876-77 hatte sie ihre ersten Erfolge in Marseille und Genua. 1877 weilte sie mit einer italienischen Operntruppe in Berlin, der auch ihre Schwester, die Sopranistin Bertha Krause-Gerster (*1852, ?April 1885 Paris), angehörte, und erregte an der Kroll-Oper großes Aufsehen. Sie heiratete dann den Impresario Carlo Gardini (1833-1910), der sie in Budapest in großen Aufgaben herausstellte. 1877 kam sie nach London und war am Her Majesty's Theatre als Amina in Bellinis 'La Sonnambula' sehr erfolgreich, so daß sie in den folgenden Jahren an diesem Haus und gegen Ende ihrer Karriere 1890 an der dortigen Covent Garden Oper zu glanzvollen Auftritten kam. In den Jahren 1878-87 war sie hauptsächlich in Nordamerika anzutreffen, und zwar sang sie dort seit 1878 bei der Mapleson Opera Company, mit der sie ausgedehnte Gastspielreisen durch die USA unternahm. 1878 gastierte sie mit dieser Gesellschaft an der Academy of Music in New York und hatte in ihrer Antrittsrolle, der Amina in 'La Sonnambula', und dann der Königin der Nacht in der 'Zauberflöte' spektakuläre Erfolge. In New York traf sie auf eine Rivalin in der Person der Primadonna assoluta Adelina Patti. Zwischen den beiden weltberühmten Sängerinnen kam es nun zu erbitterten Auseinandersetzungen, an denen das New Yorker Publikum sich lebhaft beteiligte. Jedenfalls konnte Etelka Gerster sich behaupten; sie sang 1881, 1883-84 und 1885 abermals, und stets sehr erfolgreich, in New York. 1889 kam sie nach Berlin und eröffnete dort eine Gesangschule, die allgemeine Anerkennung fand, und an der sie bis 1917 unterrichtete. Sie war u.a. die Lehrerin von Lula Mysz-Gmeiner, Clara Butt und Julia Culp. 1906 gab sie unter dem Titel 'Stimmführer' eine gesangpädagogische Anleitung heraus. 1918 zog sie sich in ihre Villa in Pontecchio in der Nähe von Bologna zurück. Nach ihrer Heirat mit Carlo Gardini trat sie auch unter dem Namen Etelka Gerster-Gardini auf. Ihre Tochter Berta Gerster-Gardini war mit dem Dirgenten Fritz Reiner (1888-1963) verheiratet. Eine zweite Tochter heiratete den bekannten Tenor Walter Kirchhoff (1879-1951).\n Die Sopranstimme von Etelka Gerster wird als ein virtuos geführter, dabei ausdrucksvoller Koloratursopran geschildert, der ganz im Stil der klassischen Marchesi-Methode herangebildet war; ihr weitläufiges Repertoire für die Bühne gipfelte in Partien wie der Königin der Nacht, der Amina in 'La Sonnambula', der Lucia di Lammermoor, der Traviata und der Rosina im 'Barbier von Sevilla'.\n Lit: Josef Lewinsky: 'Etelka Gerster-Gardini' (1881).\n

 

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