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Mary Garden on iTunes


Garden Mary
soprano

Sie entstammte einer schottischen Familie, kam aber mit sechs Jahren in die USA wo sie zuerst in Chicopee (Massachusetts), in Hartford (Connecticut) und seit 1888 in Chicago lebte. Erstes Gesangstudium bei Mrs. Robinson Duff in Chicago. 1896 ermöglichte eine reiche Dame ihre eine weitere Ausbildung in Europa; diese erfolgte in Paris bei Mathilde Marchesi, Jacques Bouhy, Trabadello und Lucien Fugère; in Paris war sie auch Schülerin von Jules Chevalier. Sie wurde durch die amerikanische Primadonna Sibyl Sanderson protegiert, die sie dem Direktor der Pariser Opéra-Comique Albert Carré empfahl. Sie debütierte am 23.4.1900 an der Opéra-Comique, als sie während einer Vorstellung von Charpentiers 'Louise' ('au pied levé') für die erkrankte Darstellerin der Titelrolle Marthe Rioton (die diese Partie in der Uraufführung am 2.2.1900 kreiert hatte) einsprang, die seitdem eine ihrer Glanzrollen blieb. Der Erfolg war sensationell, und bis 1906 feierte die junge Sängerin an der Opéra-Comique ihre Triumphe. Sie sang in mehreren Uraufführungen: am 20.2.1901 in 'La fille de Tabarin' von Pierné, am 23.12.1903 in 'La Reine Fiammette' von Xavier Leroux, am 27.3.1906 in 'Aphrodite' von Camille Erlanger. Am 30.4.1902 kreierte sie an der Opéra-Comique in der Uraufführung von Debussys 'Pelléas et Mélisande' die Mélisande, eine weitere Glanzrolle der Künstlerin. An der Opéra-Comique feierte man sie auch als Manon und als Thaïs in den gleichnamigen Opern von Massenet, als Fanny Legrand in dessen 'Sapho' und als Juliette in 'Roméo et Juliette' von Gounod. An der Oper von Monte Carlo kreierte sie am 14.5.1905 Massenets Oper 'Chérubin' in deren Uraufführung, die dieser für sie komponiert hatte. Nach sehr erfolgreichen Gastspielen in London sang sie 1907-10 am Manhattan Opera House von New York, wo sie vor allem 1908 als Salome in der Richard-Strauss-Oper gleichen Namens großes Aufsehen erregte und 1908 in der amerikanischen Premiere von Debussys 'Pelléas et Mélisande' die Titelrolle gestaltete, 1907 auch die Titelpartie in Massenets 'Thaïs', 1910 die Titelrolle in der Premiere von Massenets 'Grisélidis', 1909 die Fanny Legrand in der Erstaufführung von 'Sapho', ebenfalls von Massenet. 1908 sang sie am Manhattan Opera House (als erste Sängerin) mit Zustimmung des Komponisten den Jean in Massenets 'Jongleur de Notre Dame' als Travestie-Rolle. In Philadelphia wirkte sie in der Uraufführung der Oper 'Natoma' von Victor Herbert mit (25.2.1911); 1913 sang sie die Titelpartie in der amerikanischen Erstaufführung von Févriers 'Monna Vanna' an der Oper von Boston. 1910 kam sie an die Oper von Chicago, deren eigentliche Primadonna sie für die folgenden zwanzig Jahre blieb. Als Antrittsrolle sang sie in Chicago 1910 die Mélisande; 1911 hörte man sie dort in einer weiteren großen Kreation, der Carmen. In der Saison 1919-20 leitete sie als Direktorin die Oper von Chicago. Nachdem die an sich glanzvoll abgelaufene Saison mit einem enormen finanziellen Defizit abschloß, trat sie von der Direktion zurück, blieb aber weiter als gefeierte Diva an der Chicago Opera, wo sie auch 1919 in der Uraufführung der Oper 'Gismonda' von Henri Février auftrat. Sie setzte an der Chicago Opera die Uraufführung von Prokofieffs 'L'Amour des trois oranges' durch (30.12.1921). 1930 sang sie in ihrer letzten Spielzeit in Chicago in der Uraufführung der Oper 'Camille' des amerikanischen Komponisten Hamilton Forrest. Sie machte Amerika mit dem dort weitgehend unbekannten französischen Opernrepertoire bekannt. Letztmalig war sie in den USA 1932 in Cleveland als Carmen zu hören. 1930 kehrte sie nochmals für vier Spielzeiten an die Opéra-Comique zurück; als letzte Rolle sang sie hier 1934 die Katjuscha in 'Risurrezione' von Alfano, eine weitere ihrer großen Kreationen, mit der sie bereits 1925 in Chicago Furore gemacht hatte. Sie ist auch als Gast in Brüssel, und zwar als Marguerite im 'Faust' von Gounod und als Ophélie in 'Hamlet' von A.Thomas, aufgetreten. 1918 wirkte sie in den USA in einigen (stummen) Filmen mit, u.a. als Thaïs. Sie übte später eine umfangreiche Vortragstätigkeit in Nordamerika und in England aus. Ihre letzte Vortragsreise fand 1949 statt. Seit 1939 lebte sie in Aberdeen; sie veröffentlichte ihre Memoiren unter dem Titel Mary Garden's Story (London, 1951).\n Hervorragend durchgebildete Sopranstimme, voll erregender Dramatik des Vortrages auf der einen Seite, anderseits wegen der farbenreichen Nuancierung des Vortrags und der Intelligenz der Stimmführung bewundert, dazu eine der größten Darstellerinnen, die je auf der Opernbühne gestanden haben.\n Relativ wenige Schallplatten auf G&T (Paris, 1904, darunter einige Lieder von Debussy, von diesem am Klavier begleitet), Columbia (1912), Pathé und Edison-Zylinder (1905); es existieren von ihr auch elektrische Aufnahmen auf Victor, die um 1928 entstanden sind.\n

 

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