ARTISTSOPERASCOMPOSERSAGENCIESOPERAHOUSES






 
George Sir Henschel on iTunes


Henschel George Sir
baritono

Er studierte 1867-70 am Konservatorium von Leipzig Klavierspiel bei Moscheles, Gesang bei Franz Götze, dann in Berlin bei Adolf Schultze und war in Berlin auch Schüler des Komponisten Friedrich Kiel. 1862 trat er in Berlin erstmalig als Pianist, 1867 in Hirschberg (Schlesien) als Sänger auf. Er wurde schnell als Dirigent und als Konzertsänger bekannt. Johannes Brahms schätzte seine Stimme sehr und trat mehrfach als sein Begleiter auf. 1875 sang er den Christus in der Matthäuspassion von J.S. Bach unter der Leitung von Brahms. Große Erfolge hatte George Henschel beim Niederrheinischen Musikfest 1874 und bei seinem ersten Auftreten in England 1877, wo er dann 1877-81 tätig war. Beim Niederrheinischen Musikfest von 1877 in Köln trug er das Baß-Solo im Verdi-Requiem unter der Leitung des Komponisten vor, der von seiner Leistung sehr beeindruckt war. 1881-84 dirigierte er das neu gegründete Bostoner Sinfonie-Orchester. Darauf ließ er sich in London nieder; hier leitete er bis 1886 die Londoner Symphony Concerts und betätigte sich als gefeierter Konzert- und Liedersänger. Bei seinen Liederabenden begleitete er sich zumeist selbst am Flügel. 1886 wurde er Lehrer am Royal College of Music in London, 1890 nahm er die englische Staatsangehörigkeit an. 1891 wie 1894 bewunderte man ihn beim Birmingham Festival. Auf der Bühne trat er nur ein einziges Mal auf; als er die von ihm komponierte Oper 'Nubia' 1899 an der Hofoper von Dresden zur Uraufführung brachte, erkrankte der Bariton Karl Scheidemantel kurz vor der Vorstellung, worauf er selbst dessen Partie sang. In London übernahm er einmal in einer konzertanten 'Meistersinger'-Aufführung die Partie des Hans Sachs. 1893-95 dirigierte er das Scottish Symphony Orchestra in Glasgow. 1914 wurde er von König Georg V. in den Adelsstand erhoben. Sir George Henschel war auch als Komponist erfolgreich; er schrieb drei Opern ('Friedrich der Schöne', 'A Sea Change', 'Nubia'), eine Bühnenmusik zu Shakespeares 'Hamlet', eine achtstimmige Messe, ein Stabat mater, ein Streichquartett, geistliche Chorgesänge und Lieder. Er veröffentlichte mehrere interessante Schriften, u.a. 'Personal Recollections of J.Brahms' (Boston, 1907) und 'Musings and Memories of a Musician' (London, 1918). In erster Ehe war er mit der Sopranistin Lilian Bailey (*18.1.1860 Columbus im amerikanischen Staat Ohio, ?4.11.1901 London) verheiratet, die seine Schülerin war und, von ihm begleitet, als Liedersängerin eine bedeutende Karriere hatte. 1907 heiratete er in zweiter Ehe die Sängerin Amy Louis, die, wie viele andere Sängerinnen und Sänger (Evangeline Florence, Roland Hayes, Gervase Elwes), zum Kreis seiner Schüler gehörte. Seine Tochter aus erster Ehe Helen Henschel trat als Konzertsopranistin auf, auch die aus der zweiten Ehe stammende Tochter Georgia Henschel wurde als Sängerin bekannt, war aber in der Hauptsache Schauspielerin. Seine Tochter gab seine Lebensbeschreibung unter dem Titel 'When Soft Voices Die' (London, 1944) heraus. Seine schöne Stimme blieb dem Künstler ungewöhnlich lange erhalten; noch 1928 hat er Schallplattenaufnahmen herstellen lassen, die von großem Dokumentarwert sind. 1931 besuchte der über 80jährige Künstler Boston und dirigierte nochmals das Boston Symphony Orchestra aus Anlaß von dessen 50jährigem Bestehen.\n Akustische Aufnahmen auf HMV, elektrische Lied-Platten auf Columbia (von 1928!). Er dirigierte auf Columbia Beethovens 1. Sinfonie.\n

 

Contact

Impressum

Conditions
OPERISSIMO
Via B. d'Alviano 71
IT-20146 Milano MI
simona.marconi@operissimo.com
+39 02 415 62 26 Fon
+39 02 415 62 29 Fax
Pia Parisi, Milano, CEO
Simona Novoselac, Zürich, CFO
Bruno Franzen, Zürich, COO
Simona Marconi, Roma, PR

OPERISSIMO AG is a registered company in Switzerland.
Membership, 79.00 € / year
Frontpage Banner, 79.00 € / week
Banner on other page, 79.00 € / week