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Sembrich Marcella
soprano

Eigentlich Praxede Marcelline Kochan|'ska; Sembrich war der Familienname ihrer Mutter. Ihre musikalische Begabung zeigte sich sehr früh und wurde durch ihren Vater Kasimir Kochan|'ski, der ein bekannter Geiger war, gefördert; mit vier Jahren begann sie ihre Ausbildung im Klavier-, mit sechs im Violinspiel, mit zwölf wurde sie Schülerin des Konservatoriums von Lemberg (Lwów). Ihr Klavierlehrer war dort der Pianist Wilhelm Stengel (1846-1917), den sie 1877 heiratete. Obwohl sie es als Klaviervirtuosin wie als Geigerin zu künstlerischer Reife gebracht hatte, schlug sie auf Anraten von Franz Liszt die Sängerlaufbahn ein und wurde 1875 Schülerin von Viktor von Rokitansky und von Richard Löwy in Wien, später von Francesco Lamperti und von dessen Sohn Giovanni Battista Lamperti in Mailand. 1877 debütierte sie an der Oper von Athen als Elvira in "I Puritani" von Bellini. 1878-80 war sie Mitglied der Hofoper von Dresden. 1880 ging sie nach London, wo sie in den folgenden fünf Jahren und nochmals 1895 grandiose Erfolge hatte. Ihre größten Triumphe feierte sie in London als Lucia di Lammermoor, als Marguerite de Valois in den "Hugenotten" und als Amina in "La Sonnambula". Seit 1878 hatte sie ihren Wohnsitz in Dresden und Berlin, später in Nizza und Lausanne; sie ging einer weltweiten Konzert- und Gastspieltätigkeit nach. Sie trat als gefeierter Gast in St. Petersburg (1880-82) und Moskau (1881, 1882), am Teatro Real Madrid (1882, 1884-85), am Teatro San Carlos Lissabon (1885), am Théâtre de la Monnaie Brüssel (1887), an den Opern von Budapest (1887) und Monte Carlo (1893-94) auf. 1884 hatte sie in Paris sensationelle Erfolge im Konzertsaal, 1897 bei einer USA-Tournee. Man huldigte ihr in Paris und Mailand, in Berlin und Wien, in Stockholm und Brüssel. Als sie 1894 in einem Hofkonzert vor dem russischen Zaren Alexander III. in St. Petersburg Lieder von Chopin sang, versprach dieser ihr, Polen nie zu vergessen. (Einige Wochen darauzf starb er). Johann Strauß schrieb für sie eine Neufassung seines Frühlingsstimmen-Walzers für Koloratur-Sopran. 1887-91 war sie Jahr für Jahr an der Oper von Frankfurt a.M. zu Gast, wo sie überaus beliebt war. Nachdem sie bereits 1883 in der Eröffnungssaison der New Yorker Metropolitan Oper gesungen hatte (Antrittsrolle: Lucia di Lammermoor in der 2. Vorstellung, die überhaupt dort stattfand), wurde sie 1898 wieder an dieses Opernhaus berufen und blieb dessen gefeierte Primadonna bis zu ihrem Abschied von der Bühne im Jahre 1909. 1884 sang sie zum Ende der Saison an der Metropolitan Oper in einem Sunday Night Concert einige Arien aus ihrem Repertoire, spielte dann zwei Sätze aus einem Violinkonzert von Bériot und einige Klavier-Etüden von Chopin. 1905 kreierte sie dort die Rosalinde in der Erstaufführung der "Fledermaus", 1903 die Elvira in Verdis "Ernani", dazu sang sie viele andere Partien, u.a. die Mimi in "La Bohème" (die Puccini als "unübertroffen" bezeichnete) und mit größtem Erfolg 1900 die Königin der Nacht in der "Zauberflöte". Insgesamt hat sie an der Metropolitan Oper (in deren New Yorker Haus) 25 Partien in 253 Vorstellungen gesungen (dazu weitere 185 Vorstellungen im Rahmen der alljährlichen USA-Tournee des Ensembles), wobei die Violetta in "La Traviata" als ihre größte Kreation galt. Am 6.2.1909 verabschiedete sie sich in einer Gala-Vorstellung vom Publikum der Metropolitan Oper. 1907 sang sie am New Amsterdam Theatre in New York die Titelrolle in Lehárs "Lustiger Witwe" und wiederholte diese in 242 Vorstellungen. 1909 unternahm sie eine große Konzert- und Gastspiel-Tournee durch die europäischen Länder und trat dabei nochmals an den Hofopern von Berlin und Wien auf. Wohl als letzte Bühnenpartie hat sie 1909 an der Oper von Warschau die Rosina im "Barbier von Sevilla" gesungen. 1911 gab sie in Wien einen letzten Liederabend. Dann wirkte sie als Gesanglehrerin in Berlin, später in Lausanne. Nach dem Tod ihres Gatten 1917 beschränkte sie sich ganz auf ihre pädagogische Arbeit. Seit 1924 war sie Leiterin der Gesangabteilung am Curtis Institute of Music in Philadelphia; sie unterrichtet auch an der Juilliard Musikschule in New York. Zu ihren vielen Schülern zählten u.a. Dusolina Giannini, Alma Gluck, Hulda Lashanska und Queena Mario.Marcella Sembrich gehört zu den bedeutendsten Koloratursopranistinnen aller Zeiten; die Exaktheit und Brillanz ihrer Koloraturen, die Stilsicherheit ihres Vortrages und der Nuancenreichtum ihres Ausdrucks verdienen noch auf der Schallplatte höchste Bewunderung. Neben ihrem Wirken auf der Opernbühne war sie eine ebenso berühmte Konzert-, Oratorien- und Liedersängerin. Man schätzte sie im Konzertsaal als Solistin in der "Schöpfung" wie den "Jahreszeiten" von J.Haydn, im "Paradies und die Peri" von R.Schumann, in Werken von Moazrt, Händel und Mendelssohn.Lit. H.G. Owen: "A Recollection of Marcella Sembrich" (Boston & New York 1940, 1950).Von ihrer Stimme sind Aufnahmen auf Columbia (1903), HMV, vornehmlich jedoch auf Victor (1904-08) vorhanden; hinzu kommen Fragmente auf Mapleson-Zylindern sowie ein Bettini-Zylinder (Frühlingsstimmen-Walzer) von 1900.

 

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