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Gigli Beniamino
tenore [ 1890 - 1957 ]

Er sang bereits mit sieben Jahren im Chor der Kathedrale seiner Heimatstadt und erhielt ersten Unterricht durch Quirino Lazzarini. Er arbeitete zunächst in einer Apotheke. 1911 gewann er nach weiterer Ausbildung durch Martino und Frau Agnese Bonucci eine Freistelle an der Accademia di Santa Cecilia in Rom und wurde dort Schüler von Antonio Cotogni und Enrico Rosati. Als er 1914 einen Gesangwettbewerb in Parma gewann, berichtete der berühmte Alessandro Bonci, der Mitglied der Jury war: 'Wir haben einen Tenor entdeckt!' Er debütierte 1914 am Stadttheater von Rovigo als Enzo in 'La Gioconda'. In den ersten Jahren sang er an italienischen Provinzbühnen, zuerst in Genua (1914), dann in Bologna und Palermo (1915 am dortigen Teatro Massimo erstmals in seiner Glanzrolle, dem Faust in 'Mefistofele') sowie am Teatro San Carlo Neapel, schließlich 1916 am Teatro Costanzi in Rom, anschließend in Madrid und Barcelona. Große Erfolge am Teatro Lirico in Mailand in der Partie des Flammen in Mascagnis Oper 'Lodoletta'. Nach weiteren Gastspielen holte Arturo Toscanini ihn 1918 an die Mailänder Scala, wo er ein sensationelles Debüt als Faust in 'Mefistofele' von Boito hatte. Jetzt folgte eine weltweite, glanzvolle Karriere, sowohl auf der Bühne als auch im Konzertsaal. 1919 großer Erfolg am Teatro Colón Buenos Aires, vor allem als Gennaro in 'Lucrezia Borgia' von Donizetti. Nach dem Tod von Enrico Caruso galt er allgemein als der bedeutendste Tenor seiner Generation. 1920 wurde er an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Faust in 'Mefistofele'), der er bis 1931 und nochmals in der Spielzeit 1938-39 angehörte. Hier wirkte er u.a. in den Erstaufführungen von Giordanos Oper 'Andrea Chénier' (1921), von Lalos 'Le Roi d'Ys' (1922) und Puccinis 'La Rondine' (1928) mit. 1932 kündigte er seinen Vertrag mit der Metropolitan Oper wegen der Kürzung der Gagen der Künstler, kehrte aber 1938 wieder für eine Saison an dieses Haus zurück, trat dort aber 1939 nur noch in fünf Vorstellungen auf. Damit hatte er (im eigentlichen New Yorker Haus der Metropolitan Oper) dort insgesamt in 13 Spielzeiten 17 Partien in 375 Vorstellungen gesungen. 1924 gastierte er mit glänzendem Erfolg in Berlin, wo er vor allem als Herzog im 'Rigoletto' bewundert wurde. 1930-31, 1938-39 und 1946 gastierte er nicht weniger erfolgreich an der Convent Garden Oper London. 1936 sang er bei den Salzburger Festspielen das Tenor-Solo im Verdi-Requiem, 1940 an der Scala in der Premiere von Donizettis vergessener Oper 'Poliuto'. Bei den ersten Festspielen in den Thermen des Caracalla in Rom 1937 sang er den Radames in 'Aida'. Es gibt kaum eine Bühne von Weltrang, an der er nicht seine Triumphe gefeiert hätte. In den dreißiger Jahren begann er noch eine Filmkarriere, die bei Sängern ihresgleichen sucht (obwohl er allgemein nicht als begabter Darsteller galt). Nach dem Zweiten Weltkrieg sang er (u.a. auch auf der Schallplatte) oft zusammen mit seiner Tochter der Sopranistin Rina Gigli (*1916). 1946 gastierte er mit ihr zusammen an der Londoner Covent Garden Oper in 'Cavalleria rusticana' und im 'Bajazzo', später bereiste er mit ihr Portugal und Südamerika sowie 1951 Südafrika. 1946 sang er am Teatro Arriga von Bilbao erstmals an einem Abend den Turiddu in 'Cavalleria rusticana' und den Canio im 'Bajazzo', was er dann oft wiederholte. 1955 gab der große Sänger seine letzten Konzerte (das allerletzte 1955 in Washington) und lebte seither auf seinem Landsitz in der Nähe seines Geburtsortes Recanati. Er verfaßte eine Autobiographie unter dem Titel 'Confidenze', (Rom, 1943), eine weitere, 'Memorie', kam 1957 heraus.\n Nach Caruso hat wohl kein Tenor mehr einen so anhaltenden Weltruhm erlangt wie Beniamino Gigli. Die Pracht seiner Tenorstimme, die farbenreiche Nuancierung des Vortrages, die minuziöse Stimmkontrolle, namentlich im Mezza-voce-Gesang, sind noch auf den zahlreichen Schallplatten, die er hinterlassen hat, nicht genug zu bewundern. Aus seinem umfangreichen Repertoire sind der Herzog in Verdis 'Rigoletto', der des Grieux in 'Manon Lescaut' von Puccini, der Cavaradossi in 'Tosca', der Lyonel in Flotows 'Martha', der Titelheld in 'Andrea Chénier' und der Faust in 'Mefistofele' besonders hervorzuheben.\n Weitere Lit.: R. de Renzis: 'Il cantore del popolo' (Rom, 1934); R.Rosner: 'Beniamino Gigli' (Wien, 1929); H.Hahn: 'Un'anima cantava' ('Eine Seele sang', Stuttgart, 1966); G.Pugliesea: 'Beniamino Gigli' (Treviso, 1990).\n Seine ersten Schallplatten erschienen 1918-19 auf HMV, in akustischer Aufnahmetechnik in Mailand hergestellt, dann in den Jahren 1920-32 akustische wie später elektrische Aufnahmen bei Victor aus den USA. Unter diesen Aufnahmen finden sich auf HMV-EMI vollständige Opern ('La Bohème', 'Bajazzo', 'Tosca', 'Aida', 'Andrea Chénier', 'Un Ballo in maschera', 'La Gioconda', 'Cavalleria rusticana', 'Carmen', 'Madame Butterfly') sowie das Verdi-Requiem. Seit 1932 entstanden dann viele HMV-Aufnahmen, teils in England, teils in Italien, darunter die erwähnten Duette mit seiner Tochter Rina Gigli (1951 aufgenommen, eine Aufnahme bereits von 1941). Auf MDP singt er mit ihr in einer vollständigen Aufnahme von Donizettis 'Elisir d'amore' (1953). Zahlreiche weitere Mitschnitte von Opernaufführungen und Rundfunksendungen wurden auf sehr vielen verschiedenen Marken veröffentlicht; sie können hier nicht im einzelnen aufgezählt werden.\n

 

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